Veröffentlicht in Elvis Geschichten

Voll berufstätig & Hund & glücklich?

Ein immer wieder sehr heiß diskutiertes Thema ist, die Berufstätigkeit und einen Hund zu vereinen. Viele Züchter/innen geben gar keine Welpen an voll berufstätige Menschen ab. Doch ist es wirklich ein Ausschlusskriterium, wenn ich Vollzeit einen Beruf ausübe, keinen Hund zu haben? Ich selbst arbeite 100%, 5 Tage die Woche – Wie wir unseren Alltag meistern und warum Organisation das A und O ist, erfährt ihr im Folgenden Beitrag.

Meine Devise lautet „Geht nicht, gibt’s nicht!“, denn wenn man etwas wirklich von Herzen aus will, dann gibt es auch einen Weg. Als verantwortungsbewusstes Frauchen steht mir das Wohl meines Hundes an oberster Stelle.
Elvis gehört als Havaneser zur Rasse der Begleithunde, die am Liebsten in Gesellschaft sind und nicht gerne alleine bleiben. Unter diesen Bedingungen war mir klar, dass wenn wir uns für einen Hund entscheiden, dass dann eine Lösung gefunden werden muss, die für alle akzeptabel ist.

Und ein Hund bedeutet nun mal „Verantwortung“ auf Lebensdauer.
Sofern man sich dieser Verantwortung bewusst ist und sich nicht vor Kosten und Mühen scheut, dann gibt es durchaus Lösungen, trotz Berufstätigkeit einen Hund zu haben.
Doch wie schaut nun unser Alltag aus? Mein Wecker klingelt morgens um 04:50 Uhr. Nachdem noch das ein oder andere Mal weitergedrückt wurde, heißt es um spätestens 05:30 Uhr: „Aufstehen!“. Elvis befindet sich zu dieser Zeit noch im Tiefschlaf und denkt noch nicht im Geringsten daran, nur ein Auge zu öffnen – und das zurecht! 😉
Sobald Frauchen dann mit sich selbst fertig ist und gefrühstückt hat, wird klein Elvis erstmal wachgekuschelt bzw. seine innere Uhr ist mittlerweile darauf eingestellt, dass es als nächstes Gassi geht.

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Wie heißt es so schön „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“
Doch dies ist bei uns keine „Frauchen-muss-schnell-zur-Arbeit-Gassirunde“, sondern ein ausgiebiger Spaziergang von 40-60 Minuten, bei dem es vor allem darum geht, Elvis Hund sein zu lassen. Es gibt keine größeren Befehle, er darf schnuffeln so viel er möchte und läuft, sofern möglich, ohne Leine. Zufrieden und glücklich zu Hause angekommen, gibt es nun das erste Festmahl, dass direkt verspeist wird.

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Anschließend folgt unser morgendliches Pflegeritual, d.h. Elvis wird gebürstet, bekommt die Augen gesäubert und 1x pro Woche sind noch die Zähne dran. Traditionsgemäß folgt ein kleiner Belohnungshappen und Elvis weiß nun, dass Frauchen bald die Wohnung verlassen wird. Meist legt er sich direkt wieder in sein Körbchen, um dort nach dem ausgiebigen Morgenprogramm, eine erneute Runde zu schlafen.

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Elvis ist am Tag zwischen 1-3 Stunden alleine.
Mal kürzer mal länger. Wir haben es von Beginn an konsequent trainiert und er hat damit gar keine Probleme. Meistens verlasse ich gegen 08:00 Uhr das Haus. Er wird an 3 Tagen die Woche von meiner Mutter zwischen 09:00 – 11:00 Uhr abgeholt. Hier verbringt er dann den Rest des Tages, bis ich ihn nach der Arbeit wieder abhole. Elvis ist sehr gerne bei meinen Eltern und ist komplett in das Alltagsleben integriert. Er wird dort super umsorgt. Mittags geht er mit meiner Mutter/ meiner Schwester eine große Runde spazieren, er trifft regelmäßig Hundefreunde in der Nachbarschaft und hat genug Rückzugsmöglichkeiten zum Ausruhen.

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Mittwochs arbeitet meine Mutter, so dass er an diesem Tag nicht zur Betreuung dort sein kann. Wir haben es so geregelt, dass Elvis morgens zu Hause ist. Von 08:30 – 11:30 Uhr ist unsere Putzfrau da, eine ganz liebe Frau, die Hunde liebt. Somit ist er in dieser Zeit nicht alleine, steht aber auch nicht besonders im Fokus, da Sie ja schließlich zum Putzen da ist. Doch nach dem ausgiebigen Programm am Morgen, schläft er meistens.
Bereits gegen 13:00 Uhr kommt meine Schwester direkt nach der Schule zu uns und übernimmt sozusagen den Mittag. Sie spielt mit ihm und geht laufen, so dass schon bald wieder Frauchen von der Arbeit zurück ist. Auch das Abendprogramm richte ich täglich auf Elvis aus, d.h. anstatt wie früher zum Sport zu gehen, ist nun „Hundetime“ angesagt. Je nach Wetter und Wohlbefinden, gestalten wir diese Zeit ganz unterschiedlich – von einfach nur Spielen und Toben, bis gemeinsamen Fahrradtouren, Spaziergängen oder Artgenossen-Treffen. Ich liebe diese Zeit und mache es von Herzen aus gerne. Danach gibt es dann das ersehnte zweite Festmahl. Am Abend wird dann gemeinsam auf der Couch gekuschelt – dort liegt Elvis am Liebsten mittendrin 🙂

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Nun bleibt noch der Freitag, meiner Mutters „Hundefreier-Tag“
Ein Tag, an dem Sie sich nicht danach richten muss, Elvis zu einer bestimmten Uhrzeit abzuholen. Das respektieren wir und haben auch dafür eine Lösung gefunden. Ich kann morgens vom Homeoffice aus starten, so dass ich nur am Mittag für ca. 4 Stunden weg bin.

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Trotz der Organisation, gibt es auch bei uns immer Mal wieder Tage, an denen es schwierig ist, alles unter einen Hut zu bekommen.
Genau für diese Tage, dies kommt vielleicht 1-2 mal im Monat vor, suche ich aktuell noch eine Möglichkeit, für Elvis eine Betreuung zu finden, wo ich ihn mit gutem Gewissen hingeben kann. Momentan recherchiere ich viel und führe einige Telefonate. Ich bin sehr erstaunt darüber, wie viele Möglichkeiten es doch mittlerweile gibt, seinen Hund tagesweise betreuen zu lassen. Manche Hundetagesstätten richten ihren kompletten Alltag auf das Leben unserer Vierbeiner aus und manchen es mit ganz viel Herzblut und Leidenschaft. Dazu muss gesagt sein, dass wir sehr ländlich wohnen und nicht mitten in einer Großstadt. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald eine geeignete Adresse finden, die genau für solche Ausnahmefälle eine Alternative bietet.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass für uns die Kombination Beruf & Hund sehr gut funktioniert. Doch man muss bereit sein, selbst Abstriche zu machen, Organisationsaufwand in Kauf nehmen und vor allem verantwortungsbewusst zu handeln. Das bedeutet nicht, dass sich alles um den Hund drehen muss, denn zu einem harmonischen Zusammenleben Seite an Seite gehört es, die Bedürfnis des anderen zu respektieren. Sowohl die des Menschen, als auch des Tieres!

Abschließend noch ein Zitat: „Man kann auch ohne Hund leben, es lohnt sich aber nicht.“ 😉

Herzliche Grüße
Frauchen + Liebling

P.S.: Nun interessiert es uns natürlich sehr, wie ihr Euren Alltag mit Hund meistert? Welche Herausforderungen gibt es bei Euch und habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für uns, was eine verantwortungsvolle Hundepension ausmacht?

 

 

 

 

 

 

 

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

21 Kommentare zu „Voll berufstätig & Hund & glücklich?

  1. Ich bin Züchter (Havaneser & Malteser) und ja, ich gehöre zu denen, die keine Welpen an Vollzeitberufstätige abgeben!
    Wie Sie schon sehr schön geschrieben haben, es sind Begleithunde, die überall dabei sein möchten. Ich kann verstehen, dass sich viele Menschen einen Hund wünschen, aber wenn man keine Zeit für einen Hund hat, ist der Wunsch nun mal nicht realisierbar. Ich finde es sehr egoistisch, einen Hund zu halten, der dann den ganzen Tag alleine zu Hause ist. Besonders bei kleinen Begleithunden sind da Probleme schon vorprogrammiert!
    Wenn allerdings, wie bei Ihnen, sichergestellt ist, dass eine Betreuung für den Hund vorhanden ist oder er mit in’s Büro darf, bin ich als Züchter auch bei Vollzeitberufstätigen für ein Gespräch offen 😉 Hut ab, wie Sie sich um Ihren Elvis kümmern. Ein tolles Beispiel, dass Beruf und Hund doch klappen kann, wenn man denn will.

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    1. Hallo Daniela, ich finde dieses Vorgehen von Dir auch genau richtig. Wie beschrieben ist der Havaneser ein Begleithund, der sehr leidet, wenn er längere Zeit alleine bleiben muss. Doch prinzipiell finde ich es auch bei allen anderen Rassen, verantwortungslos, einen Hund den ganzen Tag alleine zu lassen. Für mich war klar, dass wenn ein Hund bei uns einzieht, dann nur unter der Bedingung, dass auch eine Betreuung gewährleistet ist. Ansonsten sollte man es dann zum Wohl des Tieres doch besser lassen.

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  2. Ich wollte schon ewig einen Hund haben, es ließ sich aber mit meinem bisherigen Job im Labor nicht vereinbaren. Beim Wechsel der Stelle hatte die Option einen (damals noch hypothetischen) Hund mitnehmen zu dürfen zur Arbeit eine ziemlich hohe Priorität für mich – und ich hatte Glück! Bereits seit Juni begleitet mein ‚Kälbchen‘ mich täglich zur Arbeit, und obwohl er dort auch 2-3 Stunden allein ausharren muss, kommt er Set gern mit. Meine Mittagspausen sind seitdem deutlich entspannender – was gibt es besseres als einen ausgiebigen Spaziergang mit dem Lieblingshund?

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    1. Hallo Anne,
      dass ist toll. Finde es richtig super, wenn der Hund mit ins Büro kann. Ich habe bei mir im Beruf die Flexibilität auch mal über das Homeoffice arbeiten zu können. So lässt es sich mit der Unterstützung meiner Familie und einer guten Organisation auch ermöglichen einen Hund zu haben 😊
      Herzliche Grüße
      Kristin

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  3. Hi Kristin!
    Ich habe begonnen deinen Artikel zu lesen und hatte mich darauf eingestellt, dass du beschreibst, wie du alles managest mit einem vollen 8 h Arbeitstag und ohne Hilfe und war dann kurz überrascht, als ich die Headline gelesen habe in der steht, das Elvis jeden Tag 1 bis 3 Stunden alleine ist… das zählt bei uns nicht mal als alleine… wenn ich das alles so lese komme ich mir vor wie die schlimmste Rabenhundemama, aber eingentlich weiß ich, dass ich das nicht bin. Und das obwohl meine Hunde in der Regel 4 Tage die Woche mindestens 6 Stunden alleine sind!
    Als mein Freund und ich den ersten Hund adoptiert haben war das alles noch kein Problem, da haben wir studiert. Als es dann langsam mehr wurde haben wir uns um Gesellschaft gekümmert und einen 2. Hund adoptiert. Die beiden lieben sich und sind wirklich Kopf und Arsch. Ein Glück! Ich schildere jetzt nicht genau meine Gassi Routine und um welche Uhrzeiten ich was mache, aber wir haben das so gemanaged, dass wir relativ gegensätzlich arbeiten und somit die alleine Zeit normal von 11:15 bis 18:45 ist. Ich arbeite Samstags, somit ist mein Freund Samstag komplett da und ich dafür einen Tag unter der Woche. An manchen Tagen schaffen wir es nicht, dass wir gegensätzlich arbeiten, dann kann er sie auch mal mitnehmen.
    Alles in allem sind die aber schon regelmäßig alleine. Und dann war man ja auch noch nicht einkaufen, beim Arzt, beim Sport, mit Freunden aus und, und, und… trotz allem habe ich nicht das Gefühl, dass meinen Boys was fehlt. Die sind es gewohnt, sie kommen trotzdem viel raus und können sich auspowern. Also ich denke man darf das alles nicht so schlimm sehen. Ich sage immer zu Leuten, die Sich fragen ob sie trotz Berufstätigkeit einen Hund halten können : die Frage ist nicht, ob der Hund so lange alleine bleibt, sondern ob der Mensch vorher und hinterher, nach einem harten Arbeitstag, noch Bock hat in der Prärie rumzuspazieren und das im Zweifel bei einem Grad und Regen. Voll der Text, aber ich wollte das irgend wie loswerden. Ich freue mich sehr für dich, dass du die Möglichkeit hast, mit Mama und Schwester, dass dein Elvis nicht so arg viel alleine sein muss. Da hast dus wirklich gut!

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    1. Hallo liebe Sarah,
      vielen Dank für Deine Nachricht und deine Schilderung. Finde es immer wieder interessant zu hören, wie andere das so managen. In meinem Bericht schreibe ich über meine Ansicht der Dinge und wie es mit einem Begleithund ist. Sicherlich gibt es noch viele weitere passende Perspektiven. Genauso wie deine. Ich finde jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es noch zum Wohl des Hundes ist und ob man seiner Verantwortung gerecht werden kann. Wenn du sagst, den beiden geht es zu zweit alleine gut und du powerst sie vorher richtig aus, dann finde ich das völlig in Ordnung.

      Wir Frauchen und Herrchen geben unser bestes und klar muss ja irgendwie auch Geld verdient werden….Somit ist es oft herausfordern alles so zu managen, dass es für alle passt 😊

      Herzliche Grüße & ein schönes Weihnachtsfest mit deinen Lieben
      Kristin

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  4. Hallo Kristin!

    Ein spannendes Thema, das mich vor ein paar Jahren zur Verzweiflung getrieben hat, denn tatsächlich scheint man als Berufstätiger ja gleich als Tierquäler verschrien, wenn man gern einen Hund möchte.
    Nach viel viel lesen und diskutieren und überlegen tat ich es doch. Und habe es nie bereut.
    Es gibt viel zu viele Menschen, die laut Züchter- und Tierheim-Theorie besser geeignet sind als Hundehalter, nur allein deswegen, weil sie nicht arbeiten gehen. Dass der frustrierte Arbeitslose (beispielhaft) aber von morgens bis abends vorm Computer daddelt, oder die gestresste Hausfrau (auch beispielhaft) den ganzen Tag ihre Kinder durch die Gegend kutschiert oder gesellschaftlichen „Verpfluchtungen“ nachgeht wird da irgendwie nie beachtet.
    Ich bin nicht nur berufstätig, ich bin auch noch Single. Oh weh! Ich bin sozusagen der Obertierquäler…
    Ich hatte meinen Hund die erste Zeit mit im Büro. Jeden Morgen rollte er sich nach dem Spaziergang in seinen Korb und wollte freiwillig gar nicht mit.
    Irgendwann brachte ich ihn täglich direkt vor der Arbeit zur Hundetagesstätte. Die mochte er zwar, sonst wäre er bestimmt nicht so freudig aus dem Auto gesprungen, trotzdem wollte er morgens nicht mit.
    Dann zog leider die Hundetagesstätte weg und ich brauchte wieder einen neuen Plan. Ich hatte das Glück, meine Bürozeit auf 6h am Tag reduzieren zu können, den Rest Home Office.
    Mal sehen wie der Hund das findet…
    Nicht einen einzigen Tag hat er morgens irgendwelche Anstalten gemacht mitkommen zu wollen. Nie hat er was kaputt gemacht aus Langeweile.
    Er hat seine ausgiebige Zeit morgens und pennt dann erstmal wieder die nächsten Stunden. Wenn ich nach Hause komme, ist er aber dann wieder dran.
    Da gibt es auch keine Ausreden, egal bei welchem Wetter. Ich kenne der Theorie nach „geeignetere“ Leute als Hundebesitzer, die sind nicht berufstätig, aber da muss der Hund mit dem Garten Vorlieb nehmen. Oder mal schnell runter an den Baum, Geschäft machen, und wieder hoch.
    Sicher kenne ich leider auch Menschen, deren Hund täglich 10 Stunden alleine ist. Das würde ich nie tun!
    Obwohl mein Hund keine Probleme mit dem Alleinsein hat, habe ich dennoch bald einen weiteren zu uns genommen. Mir ist wohler dabei zu wissen, dass wenn sie wach sind, dann ist wenigstens noch einer. Auch so ein Diskussionsthema…. Aber der zweite Hund soll ja nicht mich Mensch voll ersetzen.
    Ich bin mir sicher, dass es meinen beiden sehr viel besser geht als so manchen anderen Hunden bei Nicht-Berufstätigen! Wichtig ist der täglliche ausreichende Auslauf und die Beschäftigung, nicht allein das Vorhandensein eines Menschen.

    Viele Grüße
    Bianca

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    1. Hallo Bianca,
      vielen Dank für Deine Nachricht und deine Ansicht der Dinge. Ich würde sagen, dem ist nichts hinzuzufügen.
      Bin der festen Überzeugung, dass wenn man sich der Verantwortung bewusst ist und auch Kompromisse findet, dass der Hund zum Beispiel nur morgens alleine ist und vorher hundgerecht beschäftigt wurde, dass es dann auch möglich ist, Arbeit und Hund zu vereinen.
      Es kommt auch immer sehr auf den Charakter des Hundes an. Meiner z.B. Wäre am Liebsten überall dabei, was auch in seiner Rasse als Begleithund begründet liegt. Das sollte natürlich bei der Planung auch berücksichtigt sein, welchen Typ an Hund man sich aussucht und wie gut dies zum eigenen Alltag passt.

      Herzliche Grüße
      Kristin

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  5. Hallo
    berufstätig und Hund ist wirklich nicht einfach. Ich gestehen, dass ich ein kleines Stück Luxus habe für das ich sehr dankbar bin denn ich kann meinen Hund mit zur Arbeit nehmen.

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  6. Hallo ihr Lieben,

    Ich habe zwei Rüden und bin auch Vollzeit berufstätig. Beide kennen dies von klein an. Morgens geht’s eine große Runde Gassi, dann sind die Buben vier Stunden allein. Mittags komme ich eine Stunde nach Hause, dann geht’s für weitere vier Stunden in die Arbeit. Abends gibts dann Gassi mit Hundefreunden und noch Spiel- und Trainingszeit. Danach wird ausgiebig gekuschelt.
    Drei Mal die Woche geht’s noch auf den Hundeplatz.
    Die beiden sind das so gewöhnt, dass ich eher irritierte Blicke Ernte, wenn ich mal Frei hab und die gewohnte „Ruhezeit“ störe. Oder mal früher Feierabend mache. Dann werde ich nicht mal begrüßt, denn ich soll ja noch gar nicht da sein 😄
    Meine eiserne Regel ist allerdings: nie länger als vier Stunden alleine bleiben.
    Ich denke es ist wichtig, die Zeit dann bewusst mit den Hunden zu verbringen.
    Meine Hunde sind glückliche Hunde, trotz das ich arbeite. Denn mein Privatleben dreht sich ausschließlich um die beiden. Und damit leben wir seit sechs Jahren sehr gut 😊

    Liebe Grüße von Nadia, Dali und Picasso

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    1. Hallo liebe Nadia,
      vielen lieben Dank für deine Nachricht. Das klingt auch nach einer tollen Lösung ☺ Gerade, wenn deine Fellnasen das von Klein auf gewohnt sind und du Sie davor und danach gut auslastet, dann finde ich das völlig okay. Es gibt sicherlich auch Hunde, deren Halter nicht berufstätig sind und die trotzdem nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen.
      Ich finde, wenn man etwas wirklich will und auch bereit ist, dafür andere Dinge aufzugeben, dann kann man es auch mit Beruf schaffen einen Hund zu haben 🐕

      Herzliche Grüße
      Kristin

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  7. Liebe Kristin,
    du sprichst mir aus dem Herzen! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Als Vollzeitbeschäftigte ist das A und O eine gute Organisation. Nicht nur was unser 4-beiniges Familienmitglied betrifft. Bentley hat sich reibungslos an unseren Alltag gewöhnt und das Rumtoben und Kuscheln am Abend ist für uns das Highlight des Tages.
    Der Tag beginnt um 6 Uhr. Bentley wecke ich zärtlich um 06:45. Bis dahin ist meine Kleine im absoluten Tiefschlafmodus. Dann gehen wir ca 15 Minuten zum Pipi machen. Um 07:00 fahren wir los und ich bringe Bentley zu einer „Tagesmutter“, die ebenfalls einen Havi hat (die 2 sind dicke Freunde) und daheim ist. Die 2 Hunde toben den ganzen Tag drinnen wie draussen, so dass Bentley abends ( ich hole sie um 17:45 ab) nach dem Fressen um 19:00/19:30 und nach unserer Abendgassirunde von ca 30 Minuten total kaputt ist und nur noch einwenig kuscheln will. Ab 21.00 verzieht sie sich dann und schläft den Schlaf der Ausgepowerten. Das ist Montags und Mittwochs. Dienstags ist sie bei einer lieben Freundin von mir in der Nähe meiner Praxis. Auch da wieder von 08:00 bis 17:30, allerdings gehen wir Dienstags oft zu dritt in meiner Mittagspause einen langen Spaziergang machen… Tja und Donnerstags und Freitags ist sie bei mir in der Praxis und begrüsst jeden Patienten einzeln. Ich muss dazu sagen, meine Praxis ist auf dem Land. Alle haben Tiere hier. Und viele meiner älteren Patienten fragen schon am Telefon:“ ist Bentley auch da“? Streicheln ist eben auch Therapie… Freitags mache ich viele Kontrolluntersuchungen vor dem Wochenende und Bentley sorgt für viele warmherzige Streichel- Momente bei den Älteren und ich mache Heimbesuche, wo sie auch mitkommen darf. Tja und am Wochenende kommt Herrchen heim. Dann ist Herrchen time. Aber wir sind dann auch zu dritt viel und lange draussen, wenn das Wetter es erlaubt. Wir alle 3 lieben es in den Bergen zu wandern.
    Alles in allem, funktioniert es gut und ich bin dankbar für meine kleine Maus. Ich denke, es wichtig dem Hund schon von Beginn an, langsam an den gewünschten Tagesrhythmus zu gewöhnen. Der Rest kommt dann von selbst. Meine Bentley ist glücklich und zufrieden und ist ein toller Hund!
    Liebe Grüsse
    Afsaneh

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    1. Hallo Liebe Afsaneh,
      vielen lieben Dank für Deine Nachricht und dass Du uns einen Einblick in Euren Alltag gibst.
      Das klingt nach einer sehr guten Organisation und einem tollen Kompromiss, dass dich Bentley an manchen Tagen sogar begleiten kann. Auch das mit der Tagesmutti ist super, vor allem wenn er noch einen Hundekumpel dort hat. Und ja: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg ☺☺☺

      Herzliche Grüße
      Kristin

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  8. Hallo,
    ich habe deinen Beitrag soeben gelesen und ich bin selbst Berufstätig und habe sogar zwei Hunde, Terriermsichlinge – richtig Wildfänge und ich kann nur sagen – alles ist eine Frage der Organisation. Ich liebe meine Tiere über alles und ihr Wohl steht über meinem, aber auch Rechnungen, gerade die der Hunde müssen halt auch finanziert werden und es kann auch nicht jeder nur Halbtags arbeiten oder von Beruf Hausfrau oder Pensionist sein. Aber mit dem richtigen Plan, sozialen Netzwerk und Durchhaltewillen und viel viel Liebe und Mühe kann man das. Ich kenn soviele Mütter die jahrelang zuhause sind bei den Kindern und ihre Kinder nur vorm TV parken – und andere sind berufstätig und beschäftigen sich liebevoll mit ihren Kindern wenn sie Zeit haben. Also die Menge machts nicht aus sondern die Qualität – bei Kindern wie bei Hunden.
    Ich hab alles andere als einen 8-4 Job und habe auch viele Dienstreisen. Ich lebe alleine. Aber meine Hunde sind dennoch glücklich, freundlich und quietschvergnügt. Wie das geht – wenn man gut strukturiert ist. und mit einer guten „Hundeomi“ und den beiden besten „Hundenannys“ die es gibt.
    Aber ich mag nichts schönreden, es ist manchmal anstrengend und ich würd auch mal gerne einen Tag spontan sein aber das spielts halt nicht, aber wenn man die kalten nassen Hundeschnauzen spürt, dann wird das alles entschädigt.
    Ich würde mich immer wieder für meine beiden entscheiden – auch mit meiner Arbeit, aber wir auch dazumals – NUR – wenn man ein gutes ‚Netz hat was einem immer zur Seite steht und die Entscheidung der Hundeanschaffung zu 200 % mit trägt!

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    1. Hallo liebe Julia,
      schön, dass uns von deiner Situation berichtest. Dies zeigt wieder, dass es möglich ist, wenn man es wirklich will und gut organisiert ist. Wirklich super, wie du das meisterst ☺

      Herzliche Grüße auch an Deine Fellnasen
      Kristin ☺🐕☺

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  9. Hallo,
    bei uns ist es ähnlich. Nachdem unser Kind aus dem „Gröbsten“ raus ist, fahren wir unsere Irish Setter Hündin zu Oma & Opa.
    Wir haben uns die Entscheidung einen Hund zu holen nicht leicht gemacht, doch es war eine Herzensangelegenheit mit einer Portion Egoismus. Mich schützt mein Wuff vor Burn-Out und Depressionen, denn ich muss jeden Tag raus und kann dabei entspannen. Job & Hund geht, wenn man will – und ich wäre echt gern Hund bei uns 🙂

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    1. Liebe Susanne,
      vielen Dank für Deine Nachricht 🙂
      Wieder ein schöner Beweis, dass es geht, wenn man will, Beruf & Hund zu vereinen. Freude und Familie sagt auch immer, dass sie gerne bei uns Hund wären. Von daher machen wir es wohl nicht schlecht 💛

      Herzliche Grüße
      Kristin

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  10. Da hat es dein Elvis aber sehr gut getroffen 🙂
    Emmely begleitet mich ja zeitweise mit zur Arbeit, aber auch dann ist sie nicht die ganze Zeit bei mir, weil ich sie ja nur für zwei bis drei Therapiestunden am Tag einsetze – den Rest ist sie dann auch in der Box oder wenn ich Bürokram mache unter meinem Schreibtisch – dafür kann ich natürlich auch in der Mittagspause mit ihr raus.
    Seitdem Hazel da ist, ist sie häufiger auch mal mit ihr zuhause – inzwischen arbeite ich nur noch 30 Stunden, wobei ich die Bürosachen häufig aufs Wochenende schiebe, wo dann auch beide Mädels mitkommen dürfen.
    Dennoch sind beide regelmäßig 6-8 Stunden alleine – davor und/ oder danach wird dafür Zeit zusammen verbracht. Ich gehe dafür dann aber abends nicht zum Sport und mit Freunden treffe ich mich unter der Woche nur, wenn die Hunde auch mit können.
    Liebe Grüße
    Lizzy mit Emmely und Hazel

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    1. Hallo liebe Lizzy,
      schön von Euch zu hören. Ich denke, wenn man eine für sich passende Lösung findet, mit der Vier-und-Zweibeiner zurecht kommen, dann ist das völlig in Ordnung. Elvis als Begleithund kann ich nicht so lange alleine lassen, zumal wir auch keinen Zweithund haben. Aber so ist es einfach bei jedem anders.

      Habt einen tollen Tag und genießt den Sonntag 😊

      Herzliche Grüße
      Kristin

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