Veröffentlicht in Elvis Geschichten

Über das Zusammenleben mit einem Begleithund…

Die Anschaffung eines Hundes muss gut überlegt sein. Denn nicht jeder Hund, passt zu jedem Menschen und nicht jeder Mensch zu jedem Hund. Warum wir uns für einen Begleithund entschieden haben, was ihn vom Charakter her auszeichnet und wie unser Zusammenleben abläuft, erfährt ihr in folgendem Beitrag.

Wie „wir“ ticken?
Mit „wir“ meine ich meine Familie, meinen Freund und mich. Das ist Elvis‘ Rudel, indem er aufwächst, lebt und einen festen Platz hat. Bei uns ist immer etwas los und Action angesagt. Ob Familienfeiern, gemeinsame Urlaube, Shoppingausflüge und sonstige Aktivitäten – wir sind gerne unterwegs. Der Großteil von uns arbeitet Vollzeit. Meine Schwester geht noch zur Schule und meine Mutter arbeitet nur 2 Tage die Woche. Zu uns passt ein Hund, der gerne dabei ist und ein aufgewecktes und fröhliches Wesen hat. So sind wir auf den Havaneser gestoßen…

Der „Havaneser“ – ein Gesellschafts-und-Begleithund
Wie würde ich Elvis beschreiben? Er ist einfach bezaubernd: lieb, verschmust, aufgeweckt, clever, fröhlich, lustig, ausgeglichen, kinderlieb, etwas tollpatschig, sozial und mit allen verträglich – manchmal aber auch sturr, dickköpfig, leicht größenwahnsinnig, machohaft und ab und an auch ein klein bisschen nervig (aber pssst, bitte nicht verraten ;-))
Ohne Ecken und Kanten wäre doch langweilig, es überwiegen natürlich die positiven Eigenschaften. Nach zwei Jahren Havi-Mama-Erfahrung würde ich sagen: „Havaneser machen süchtig“. Wenn ich alleine entscheiden könnte, dann gäbe es schon längst einen Zweiten, vielleicht sogar einen Dritten….;-)

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Wie schaut nun das Zusammenleben aus?
Elvis ist mein zweiter Schatten. Nachdem Elvis jetzt knapp 2 Jahre bei uns wohnt, würde ich eins sofort unterschreiben: Seine Aufgabe als Begleithund meistert er ausgezeichnet. Dies ist jetzt nicht nur so ein Satz, sondern er meint das wirklich richtig ernst und deshalb muss man eins wissen, ein Havaneser liebt es dabei zu sein. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass er auch nicht so gerne alleine bleibt, was nicht heißt, dass er es nicht kann. Wir haben mit Elvis von klein auf geübt, so dass er es heute ohne Probleme schafft, ab und zu ein paar Stunden alleine zu sein. Doch für uns ist er ein Familienmitglied, d.h. wenn es möglich ist, darf er überall dabei sein!

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Selbst zuhause ist Begleiten an der Tagesordnung, so geht er z.B. morgens mit ins Bad, legt sich vor die Dusche und wartet bis ich fertig bin. Anschließend verfolgt er mich in die Küche und schaut mir beim Frühstück machen zu – immer wieder eine Situation in der ich regelmäßig über ihn stolpere, wenn er mich still und heimlich mit seinem beobachtenden Blick anschaut. Beim Frühstücken sitzt er auf der Bank neben mir und anschließend gehen wir gemeinsam Gassi. So manch einer denkt sich wahrscheinlich „Waaaas, der sitzt mit am Tisch?“ – Ja, das tut er und es gefällt ihm sogar richtig gut 😀
Nach der gemeinsamen Gassirunde muss ich dann los zur Arbeit und Elvis wird anschließend von meiner Mutter abgeholt. Da geht es dann so weiter. Er geht mit einkaufen, meine Schwester von der Schule abholen… Natürlich ruht er sich zwischendurch auch mal aus und schläft, aber er zieht sich dabei nicht zurück, sondern schläft einfach neben einem. Jetzt zum Beispiel. Ich sitze hier auf der Couch und schreibe diesen Beitrag – Elvis liegt wie eine kleine Presswurst neben mir und streckt alle vieren von sich. An turbulenten Tagen muss man ihm teilweise Ruhe verordnen bzw. man muss sich diese selbst verordnen, denn er folgt einem einfach.

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Elvis: Mein Hobby #1
Zu Beginn war das schon etwas seltsam muss ich zugeben. Bei jedem Schritt ist er mir hinterher gedackelt. Doch heute habe ich mich daran gewöhnt und ich finde es schon seltsam, komisch und doof, wenn ich z.B. geschäftlich unterwegs bin und es einfach nicht so ist. Schon irgendwie verrückt, wie schnell so ein kleiner Vierbeiner dein Leben verändert. Ich selbst würde mich als verrückte Hundemutti bezeichnen – alle die mich kennen wahrscheinlich auch. Aber ich möchte das auch gar nicht missen. Ich vermisse die Zeit ohne Hund gar nicht. Elvis gehört dazu wie ein Familienmitglied.
Er ist mein Hobby #1. Ich liebe die Spaziergänge, auch bei schlechtem Wetter. Ich liebe es, mich um ihn zu kümmern und mit ihm zu spielen, auch wenn mir die Zeit dann an anderer Stelle fehlt. Nebenbei mache ich noch meine Ausbildung als Ernährungsberaterin für Hunde und habe einen eignen Blog über meinen Hund – dafür habe ich andere Hobbies aufgegeben, spiele kein Tennis mehr, gehe nicht mehr ins Fitness, aber das ist okay, denn ich konzentriere mich nun auf dass, was mir wirklich Spaß macht: meinen Hund!

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Sofern man sich mit einem zweiten Schatten arrangieren kann und sich dabei wohlfühlt, ist der Havaneser ein ganz toller Wegbegleiter 🙂

Herzliche Grüße
Frauchen & Liebling

 

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

8 Kommentare zu „Über das Zusammenleben mit einem Begleithund…

  1. Genau so wie du es beschreibst, ist es bei uns auch. Ich habe zwei Havaneser Rüden 4Jahre und 11Monate. Meine Schatten und meine Seelenhunde. Sie haben mir dieses Jahr durch eine schwere Zeit geholfen und sind mir nicht von der Seite gewichen. Danke für deinen Beitrag

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  2. Was für ein süßer Schatz!Super schön geschrieben❤
    Ich habe ein kleines Havanesermädchen als Patenkind und in Lilly bin ich total verliebt. Mein Interesse an dieser Rasse ist geweckt…jetzt meine Frage:ich habe 2 Kater die mit mir zusammen in der Wohnung leben. Wie stehen da die Chancen ob sie mit einem Havi und der Havi mit ihnen zurecht kommen würde?

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    1. Hallo Sabine,
      vielen lieben Dank 💜
      Oh wie schön, Havi’s kann man einfach nur lieb haben. Eine ganz tolle Rasse. Zu deiner Frage: Das ist schwierig zu beantworten. Ich habe leider keine Erfahrung mit Katzen. Normalerweise ist der Havi sehr verträglich mit anderen Tieren. Stelle es mir nur etwas schwierig bei den Katzen vor, gerade wenn es schon ein Pärchen ist und dann kommt auf einmal ein Hund dazu. Wir reagieren sie denn auf Lilly? Hast du das schonmal getestet?

      Liebe Grüße
      Kristin

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