Veröffentlicht in Elvis Geschichten

„Du kannst leider nicht mit!“

Wie ich diesen Satz hasse – und Elvis erst. Doch manchmal gibt es einfach Momente, in denen ich Elvis nicht mitnehmen kann. Heute ist z.B. so ein Tag. Ich muss geschäftlich für 3 Tage weg. Wie das Leben mit einem Begleithund ist, habe ich in meinem letzten Artikel aufgegriffen. Doch wie die Tage ohne meinen zweiten Schatten sind und warum uns das schon Tage im Vorfeld schwerfällt, möchte ich Euch in diesem Beitrag erklären.

Geschäftsreisen?
Ja, dass ein oder andere Mal stehen in meinem Berufsleben auch Geschäftsreisen auf dem Programm. Nicht regelmäßig, aber es kommt vor. In diesem Monat musste ich z.B. schon 2x beruflich vereisen. Manchmal ist auch über mehrere Monate nichts – es kommt eben ganz darauf an. Meistens bin ich für ca. 3, im längsten Fall 5 Tage unterwegs – und hier kann Elvis definitiv nicht mitkommen! Es wäre für einen Vierbeiner auch alles andere als spannend, den ganzen Tag auf irgendwelchen Kongressen abzuhängen, umgeben von Menschen, die keine Leckerli dabei und keine Zeit fürs Bällchen werfen haben.

img-20161117-wa0031

Doch frauchensliebling wird gut umsorgt, bestens sogar!
Auch wenn ich weiß, dass Elvis die besten Hundesitter der Welt hat – meine Familie & Herrchen, möchte ich ihn doch jedes Mal am Liebsten mitnehmen. Da alles wissen, wie schwer es mir fällt, werde ich täglich versorgt mit Bildern und Nachrichten, so dass ich beruhigt unterwegs sein kann. Natürlich bedeutet das für mich im Vorfeld auch Organisation, da auch meine Familie nicht den ganzen Tag zu Hause sitzt und darauf wartet, bis Frauchen mal wieder etwas vorhat. D.h. bereits im Vorfeld muss ich schauen, dass sich jemand Zeit/Urlaub nimmt. In diesem Fall habe ich sogar einen etwas detaillierten Plan gemacht, damit jeder weiß, wann Elvis wo sein wird und welche Aufgaben zu tun sind 🙂 Ein Hund bedeutet eben Verantwortung und deshalb ist es für mich das Allerwichtigste, dass er gut versorgt wird, wenn ich selbst nicht da bin.

unbenannt

Die Tage im Vorfeld.
Ihr denkt jetzt vielleicht ich spinne, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Elvis bereits im Vorfeld spürt, dass Frauchen weggeht. Klar, wenn er den Koffer sieht, dann ist sowieso vorbei und er weicht mir noch weniger von der Seite. Doch wenn ich selbst noch keine Anzeichen gemacht habe, er merkt es! Er hat dann diesen todestraurigen Blick und schaut mich mit seinen Kulleraugen an und fragt sich wahrscheinlich „Wie kannst Du nur?“
Heute Nacht z.B. hat er mich mehrmals geweckt, weil er nicht alleine in seinem Körbchen schlafen wollte. Leider gibt es bei uns eine einzige Regel im Bezug auf Elvis die Herrchen aufgestellt hat „Keinen Hund im Bett!“ – und die meint er auch ziemlich ernst 😦
Naja okay – es wird akzeptiert. Aber was macht Frauchen, wenn Elvis mitten in der Nacht vor dem Bett auftaucht und pienst? Richtig, sie ignoriert es natürlich nicht, schnappt sich ihre Bettsachen und legt sich zum Liebling auf die Couch. Elvis findet das natürlich großartig, legt sich direkt auf mir ab und nach ein paar Minuten liegt er schnarchend auf dem Rücken. Ja, ich weiß: Aus pädagogischer Sicht mache ich das grundlegend falsch, lasse mich mitten in der Nacht wecken, höre dann auch noch darauf was mein Hund will…(blabblabla…;-)) Doch in diesem Moment kann ich einfach nicht „nein“ sagen, vorallem nicht, wenn ich weiß, dass ich ihn heute alleine lassen muss.

img_20161111_063801

Wenn ich dann mal weg bin…
Dann geht es mir meistens auch wieder gut. Denn dann habe ich Elvis abgegeben und ich weiß, dass er in guten Händen ist. Er fühlt sich auch super wohl dort, denn es ist sein zweites Zuhause. Sicherlich hat er nach kurzer Zeit vergessen, dass Frauchen weg ist, denn er weiß ganz sicher: Sie kommt wieder 🙂 Es ist schon zuckersüß: Manchmal erhalte ich Bilder, wie Elvis zur gewohnten Zeit vor der Tür schläft und sich keinen Zentimeter mehr wegbewegen lässt, wenn er spürt, dass ich wieder heimkomme. Ob ich 10 Minuten oder 3 Tage weg bin, die Freude ist immer riesig!

img-20161010-wa0013

Auch wenn es manchmal nicht anders geht und ich sagen muss „Du kannst leider nicht mit“, dann freue ich mich umsomehr, wieder heimzukommen und die Zeit mit meinem Vierbeiner zu genießen.

In diesem Sinne 🙂

Herzliche Grüße
Frauchen & Liebling

P.S.: Gibt es bei Euch ähnliche Situationen bzw. musstet ihr auch schonmal ohne Eure/n Liebling verreisen?`Wie ist es Euch dabei ergangen?

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

4 Kommentare zu „„Du kannst leider nicht mit!“

  1. Oh, ich kenne das so gut! Ein Hundemädchen, das sehr aufmerksam beäugt, wenn ich mich zum Fortgehen fertigmache: Nehme ich nur die kleine Tasche mit? Okay, nur kurz einkaufen. Entwarnung. Großer Koffer? Hilfe!
    Du erzählst übrigens ausgesprochen nett von deinem kleinen Elvis!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s