Veröffentlicht in Elvis Geschichten

Hundemama aus Leidenschaft: Mit Dir an meiner Seite

Ja, ich bin eine klassische Hundemutti, mit allem was dazu gehört und ohne meinen Liebling bin ich nicht ich selbst. Außenstehende – nicht Hundemenschen – können oft nicht nachvollziehen, warum es so ist, wie es ist. Des Öfteren höre ich Aussagen wie: „Du gehst früher heim wegen deinem Hund?“ oder „Dein Hund fährt mit in Urlaub?“. Was das Leben einer Hundemama so mit sich bringt, möchte ich im folgenden Beitrag mit Euch teilen.

Die heutige Rolle des Vierbeiners
Die Welt ist voller Hundemamas und natürlich auch Hundepapas. Unsere Lieblinge haben in der heutigen Zeit einen anderen Platz darin eingenommen, wie es noch früher der Fall war. Denn früher hat man sich hauptsächlich einen Hund gehalten, um z.B. das Anwesen zu schützen oder sie zu reinen Arbeitszwecken einzusetzen. Doch heute sind unsere Fellnasen fester Bestandteil der Familie. Die Beziehung zwischen Mensch und Hund hat sich verändert. Alleine, wenn man sich anschaut, was der Markt heute für den Vierbeiner alles zu bieten hat, dann wird schnell klar, welchen Stellenwert der Hund in der heutigen Zeit einnimmt.

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Was es heißt, Hundemama zu sein?
Verantwortung. Und das ein Hundeleben lang. Ich liebe es und mache es von Herzen aus gerne. Allerdings muss die Entscheidung für einen Hund gut überlegt sein. Ich kann nicht nachvollziehen, wie es mit Kindern ist, da ich noch keine habe. Jedoch behaupte ich, dass ein Hund mindestens genauso viel Verantwortung bedeutet. Von der Erfüllung der Grundbedürfnisse, wie füttern, spazieren gehen, pflegen, spielen, Aufmerksamkeit schenken, beschützen und vielen weiteren Dingen, bis hin zur Sicherstellung einer Betreuung, wenn man berufstätig ist.

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Es heißt aber auch:
In schlechten Zeiten da zu sein. Man kann nie vorhersehen, was die Zukunft bringt. So kann es sein, dass unser Vierbeiner mal krank wird. Meine Fähigkeit als Hundemama wurde direkt, als Elvis bei uns einzogen ist, auf die Probe gestellt. Denn er war in den ersten 1,5 Jahren sehr krank und hatte starke Magendarm-Probleme. Das sind die unschönen Momente, denn als Hundemama leidet man mit – in jeder Situation.
Des Weiteren werden unsere Lieblinge auch älter, pflegebedürftiger und sind auf uns angewiesen. Das darf man bei der Anschaffung eines Hundes nicht vergessen. Denn Verantwortung heißt, in jeder Situation zur Seite zu stehen und sein Bestes zu geben.

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Und das ist durchaus nicht immer ganz einfach!

Gerade, wenn man parallel noch berufstätig ist, steht man im ständigen Konflikt, alles unter einen Hut zu bekommen. Man kann nicht einfach mal so bei seinem Arbeitgeber anrufen und daheim bleiben, wenn der Hund krank ist. Oder auch umgekehrt, wenn man selbst gesundheitlich eingeschränkt ist, hat man das Gefühl, den Bedürfnissen des Vierbeiners nicht nachkommen zu können. Ebenso, wenn ich ab und zu geschäftlich unterwegs bin, habe ich im Vorfeld oft ein schlechtes Gewissen, Elvis alleine zu lassen, obwohl ich weiß, dass er die besten Hundesitter der Welt hat: Meine Eltern 🙂
Genauso, wenn unsere Hundis frisch in unser Leben kommen und bei uns einziehen: In den ersten Wochen war ich so hinterher und hatte ständig das Gefühl etwas falsch zu machen, obwohl ich sehr gut vorbereitet war. Doch oft kommen die Dinge anders, wie erwartet.

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So spielt das Leben und mal ehrlich: nobody’s perfect 😉
Ob Hundemama oder Kindermama oder Hunde-und-Kindermama: Auch wir sind nur Menschen und durchaus nicht perfekt. Es gehört dazu, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Würde heute ein zweiter Hund in mein Leben kommen, würde ich wahrscheinlich so einige Dinge anders machen, die ich bei Elvis einfach nicht gewusst oder falsch gemacht habe. Jedoch würde ich auch einige Dinge so belassen, wie sie sind. Das ist völlig legitim: Denn auch unsere Hunde dürfen Ecken und Kanten haben und müssen nicht alles wie aus dem Lehrbuch beherrschen. Oft bringt es mehr, mal alle fünfe gerade sein zu lassen, als Dinge zu hartnäckig zu verfolgen.

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Unsere Fellnasen danken es uns
Wir Hundemamas machen einen tollen Job und unsere Lieblinge wissen dies zu schätzen. Sie danken es uns jeden Tag aufs Neue. Wir sind Ihre Alltagshelden und Sie bewundern uns. Auch wenn wir nicht rund um die Uhr, jeden Minuten da sein können, sind wir im Herzen und in Gedanken trotzdem bei Ihnen. Eine verantwortungsvolle Hundemama, weiß was es bedeutet, sich für einen Hund zu entscheiden und ist somit bereit, alle Konsequenzen in Kauf zu nehmen und für Ihren Liebling da zu sein, in jeder kommenden Situation!

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„Für die Welt bist du irgendjemand, doch für Deinen Hund bist Du die Welt“

Wie geht es Dir als Hundemama? Welche Erfahrungen hast Du bisher gemacht?

Herzliche Grüße
Hundemama/Frauchen von Elvis

 

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

7 Kommentare zu „Hundemama aus Leidenschaft: Mit Dir an meiner Seite

  1. Hallo Kristin, und wieder ist Dein Beitrag voll auf den Punkt getroffen…. Auch ich werde manchmal schräg angeschaut: das ist nur ein Hund! Der muss nicht dieses oder jenes…
    Doch! Muss er, denn er ist nicht nur ein Hund, sondern sie ist mein zusätzliches Familienmitglied.
    Als ich das Für und Wider, ob ich einen Hund halten kann, möchte, darf…, abgewägt habe, sagte eine Freundin: bedenke, ein Hund ist wie ein 3-jähriges Kind, mit einem Unterschied, der Hund bleibt immer 3 Jahre….

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Steph,
      vielen lieben Dank ☺ Da freue ich mich, dass ich mit meiner Ansicht nicht alleine bin. Habe auch immer wieder Menschen um mich herum, die es so gar nicht nachvollziehen können. Aber gut, aber meist sind dies Menschen die keinen Hund haben und sich auch besser keinen zulegen sollten 😉

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  2. Super geschrieben! Sprichst mir grad sooo aus der Seele! Bin momentan hin- und hergerissen weil ich nach fast 2 Jahren das erste Mal ohne Hund verreisen muss… Vermiss ihn jetzt schon! Zwei Wochen… Tja, Hundemami halt- glaub ich bin ne echte Glucke, auch wenn ich weiß, dass er es bei meinen Eltern wirklich gut hat… Aber dieses Gefühl kann nur eine Hundemami (oder auch Hundepapi) verstehen… Seufz

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    1. Hallo Diana,
      mir geht es immer so, dass ich mich im Vorfeld gar nicht auf den Urlaub freuen kann. Das merkt Elvis dann natürlich auch. Doch wenn es dann mal soweit ist und ich ihn bei meinen Eltern abgegeben habe, dann geht es mir besser und ich kann mich dann etwas freuen 😉
      Irgendwie komisch…😂

      Wünsche Euch einen tollen Urlaub. Wirst sehen, die Zeit vergeht wie im Flug.

      Herzliche Grüße
      Kristin

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      1. Das hoffe ich… Denke auch, dass die zwei Wochen schnell vergehen- für uns beide. Wir besuchen da auch Freunde und das wird bestimmt schön -aber mit Fin wäre es schöner 😉

        Gefällt 1 Person

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