Veröffentlicht in Alltagsthemen, Elvis Geschichten

Kennst Du diese Momente?

Momente, die dich als verantwortungsvoller Hundehalter innerlich zum Ausrasten bringen? Die dich einfach nur sauer machen? Genau so ein Moment war heute morgen!
Glücklich in den Tag gestartet, herzallerliebst vom meinem Vierbeiner begrüßt worden und dann: Die Gassirunde!!!

Elvis & andere Hunde
Elvis ist einfach und völlig unkompliziert im Umgang mit anderen Hund. Für ihn gibt es zwei Varianten. Entweder dickste Freunde oder einfach ignorieren. Bei Variante 2 streckt er sein Näschen in die Luft und läuft wie eine Diva an den anderen Hunden vorbei. Elvis eben 😉 Seit kurzem gibt es allerdings noch Variante 3! Und die nennt sich Angst.

Es gibt mittlerweile 2 Hunde bei uns im Ort, vor denen Elvis Angst hat – leider.
Hintergrund ist NICHT, dass er mal gebissen wurde oder etwas schlimmes erlebt hat, sondern, dass diese sehr groß und vor allem tollpatschig und wild in Ihrer Art sind. Eine Eigenschaft, die Elvis absolut nicht leiden kann. Er mag es einfach nicht, wenn größere Hunde über ihn her stolpern bzw. wild spielen wollen. Es ist nicht sein Ding! Diese Situation kam in den beiden Fällen leider vor. Seitdem geht Elvis keinen Schritt weiter, wenn er auf diese beiden Hunde trifft.

Heute morgen…
…war es dann Mal wieder soweit. Wir waren freudig unterwegs gewesen, hatten unsere Leckerli und eine Pfeife dabei, um den Rückruf zu trainieren. Kurz vor der Einbiegung in den Feldweg, war dann einer der oben genannten Hunde in Sicht. Elvis natürlich direkt stehen geblieben und keinen Meter mehr vorwärts. Da es mir als verantwortungsvolles Frauchen äußerst wichtig ist, dass sich Elvis wohlfühlt, habe ich ihm eine Alternative angeboten und wir sind die Parallelstraße gelaufen, anstatt ihn zu zwingen an dem Hund vorbeizulaufen. Ich selbst würde Menschen auch aus dem Weg gehen wollen, die mich beängstigen.
Naja, leider war es dann doch nicht der schöne Feldweg und somit auch kein Training! Es war zwar abzusehen, dass wir am Ende der Straße wieder aufeinander treffen würden, doch ich dachte mir: „Die Hundehalterin weiß, dass Elvis Angst hat, also wird Sie ihren Hund anleinen und sehr wahrscheinlich in die andere Richtung weiterlaufen, also uns entgegengesetzt.“

Pustekuchen!
Es kam anders, als gedacht. Wir kreuzten aufeinander. Mittlerweile war noch ein dritter, etwas kleiner Hund im Spiel. Beide im Freilauf, Elvis an der Leine, da wir ja von der Straßenseite kamen. Ich machte mich für das andere Frauchen deutlich sichtbar (zudem hatte ich eine knallgelbe Jacke an), so dass Sie ihren Hund bitte anleinen soll. Denn, sie weiß ja: Elvis hat Angst. So trafen wir aufeinander und Sie hob ihren Hund am Halsband fest. Okay, da Sie in die andere Richtung weiter marschierte, dachte ich mir, dann schnell vorbei und alles ist gut.

Nun ja, nachdem Elvis und ich ein paar Meter weiter gelaufen sind, um mit unseren Übungen zu starten, stellte ich fest, dass die beiden Besitzer + Hunde gar nicht in die andere Richtung weiter gelaufen sind, sondern auf einmal umdrehten und somit wieder hinter uns waren. Innerlich fühlte ich in diesem Moment schon wie mein Puls nach oben ging, denn ich traute meinen Augen kaum. Die Hundehalterin ließ ihren Hund wieder vom Halsband los und dieser stürmte wie Irre in unsere Richtung (was nicht anders zu erwarten war). Sie rief mehrfach hinterher – keine Chance! Elvis schon die Rute gesenkt und total aufgeregt. Nun stürzte ich mich direkt zwischen rein, denn der Hund war mit Vollsprint im Anmarsch. Ich bremste ihn aus, um Elvis zu schützen. Da der dritte Hund nun auch noch hinterher flitzte, hatte ich nun keine andere Möglichkeit mehr, als Elvis auf den Arm zu nehmen. Dabei wurde ich noch angesprungen und habe tolle Pfoten-Abdrücke auf meiner Jacke erhalten. Yeah – vielen Dank auch!

Kennst Du diese Momente, wenn Du anderen Hundehaltern begegnest... (2)

Ignorante Hundehalter!
Die einzige Antwort von der Hundehalterin war: „T’schuldigung!“ …
Ich hasse nichts mehr als ignorante Hundehalter. Hundehalter, die es sich selbst nicht eingestehen wollen, dass ihr Hund nicht die Bohne hört. Denen es völlig egal ist, was andere denken. Um es nicht falsch zu verstehen: Ich bin selbst ein großer Freund vom Freilauf, allerdings unter der Voraussetzung, dass mein Hund hört und keine anderen Hunde belästigt. Prinzipiell leine ich Elvis immer an, wenn ich sehe es kommt jemand mit Hund auf uns zu, den wir nicht kennen oder der unverträglich ist.

Das Ende der Geschichte
Da die gute Frau einfach weiter gegangen ist und ich in allererster Linie damit beschäftigt war Elvis zu beruhigen, konnte ich ihr meine Meinung nur noch in wenigen Sätzen hinterher brüllen. Eins steht fest: Für die nächste Begegnung bin ich gewappnet und diese Situation wird definitiv nicht nochmal vorkommen!

Hoffe ihr seid besser in den Tag gestartet, als wir 😉

Herzliche Grüße

Frauchen & Liebling

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

6 Kommentare zu „Kennst Du diese Momente?

  1. Mich macht sowas megawütend, denn ich glaube dass die Ignoranz der Hundehalter mittlerweile zum Trend mutiert, bin deswegen mit Pfefferspray bewaffnet und werde auch nicht davor zurückschrecken es einzusetzen, falls nötig.
    „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt“.

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  2. Da kann ich Dich total verstehen! ich muß gestehen, dass ich zwei Shelties haben, die, sagen wir mal, schlecht hören. So laß´ ich sie nur dann von der Leine, wenn weit und breit keine anderen Hund zu sehen sind oder nur solche, die wir kennen. Zwar machen die Shelties niemanden was, aber blöd ist das immer. Jetzt in Frühjahr kann ich sie deshalb gar nicht mehr von der Leine lassen. Schade ist das schon! Aber wir haben einen großen Garten, in dem sie stundenlang toben können.
    Trotz dieses blöden Ereignisses für Dich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und laß Dich von so etwas nicht runterziehen. Ich glaube nicht, dass die Besi das mit Absicht gemacht hat´, sondern weil ihr die Situation wirklich nicht klar war!´ Alles Liebe, Nessy

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    1. Hallo Nessy,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Mittlerweile habe ich mich wieder beruhigt 😊 Ich habe mit dem Hund an sich auch kein Problem. Nur ist meine Erwartungshaltung an das Frauchen, dass sie ihren Hund anleint, wenn sie uns trifft. Aber denke, dass wird jetzt zukünftig auch machen. Hoffe ich zumindest!

      Hab ebenso einen schönen Tag und ein tolles Wochenende.

      Herzliche Grüße
      Kristin 😊

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  3. Hey Nessy
    Ich nehm mal an das andere Frauchen hat nicht begriffen das ihr Hund deinem Elvis angst macht. Oder hoffe es zumindest😞 hab selbst ne Labrador Hündin die gerne wild tobt. Und wenn das kleine Hundchen auf dem Arm ist dann ist es noch viel spannender😔 Wir arbeiten aber daran und ich versuche solche Zusammentreffen zu vermeiden. So ist das Spielen mit kleinen Hunde einfach tabu für sie. Hoffe eure nächste Begegnung mit den beiden wird dann besser.
    Liebe Grüsse Bettina & Nera

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    1. Hallo Bettina,
      mittlerweile hat Sie sich auch nochmal entschuldigt und leint ihren Hund jetzt auch immer an, wenn Sie uns sieht. Doch Elvis ist so ängstlich bei ihr. Trainere momentan, dass wir wieder an den beiden vorbeilaufen können. Geht in langsamen Schritten voran.

      Herzliche Grüße und guten Start in die Woche 😊
      Kristin

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