Veröffentlicht in Gesundheit

Woche 4 mit Hormonchip: Unsere Erfahrungen

Wildes umher schnüffeln, Ohren auf Durchzug, lautes Gejaule, kein Appetit, Gras fressen, Hektik & Unruhe – um nur mal ein paar Reaktionen zu nennen, unter denen Elvis leidet, wenn läufige Hündinnen umherziehen. Lange genug habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich ihm helfen kann. Ein paar natürliche Methoden gibt es und diese haben wir alle ausprobiert und in einem separaten Beitrag zusammengefasst. Doch auf Dauer – in Elvis speziellem Fall – keine Lösung. Deshalb haben wir vor 4 Wochen den Hormonchip setzen lassen und möchten Euch heute über unsere erste Erfahrungen berichten.

Elvis in Love
Dieses Jahr im Frühling ging es wieder so richtig los. Frühlingsgefühle pur – Elvis war schwer verliebt. Gefühlt waren um uns herum ausnahmslos läufige Hündinnen unterwegs und sowohl Elvis, als auch Frauchen stand kurz vor der Verzweifelung. Gejaule in den hellsten Tönen nach jedem Spaziergang, ein bemitleidender Elvis, wie er trauriger kaum aussehen könnte und zu allem Elend hat es ihm so auf den Magen geschlagen, das Gras besser schmeckte, wie das eigentliche Futter 😦 Der ganze Stress hat ihm ganz schön zu schaffen gemacht. Eine richtige Doofe Situation, wenn man normalerweise einen kleinen Sonnenschein zu Hause hat. Man leidet einfach mit und setzt alles in Bewegung, dass es dem kleinen Mann besser geht.

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Auf natürlichem Wege
Auch dieses Mal wollte ich es zumindest nicht unprobiert lassen und ein paar natürliche Rezepte ausprobieren, bevor wir zu anderen Mittel greifen müssen. So probierten wir erstmal die gängigsten Wege zu meiden und andere Strecken zu laufen, als auch verschiedene homöpathische Mittel, von Bachblüten bis hin zu Globuli. Zu Beginn hat es auch den gewünschten Effekt erzielt, doch jetzt, nicht einmal ein paar Wochen später geht es von vorne los und ich habe das Gefühl, es ist noch schlimmer geworden für Elvis. Wäre der Zeitraum absehbar und ich wüsste, nur ein paar Tage im Jahr und das Thema wäre durch, dann würde ich mir nicht ernsthaft über eine Kastration Gedanken machen.

Doch aus ab und zu wird Dauerzustand
Und jetzt muss gehandelt werden. Auch wenn ich ein großer Fan von natürlichen Heilmethoden bin, sehe ich die Dinge immer noch realistisch genug, um genau differenzieren zu können, wann es genug ist. Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen bzw. vor 4 Wochen und Elvis hat nun einen Hormon-Chip (auf Probe) gesetzt bekommen.

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Was ist eigentlich ein Hormon-Chip?
Diese Frage habe ich mir auch gestellt, nachdem ich begonnen habe, mich in das Thema einzulesen. Der Hormon-Chip oder auch „Suprelorin-Chip“ genannt, ist so etwas wie ein Mikrochip, der mit einer etwas dickeren Kanüle in den Nacken eingesetzt wird. Das Einsetzen kann beim Tierarzt durchgeführt werden und erfordert keine Narkose oder sonstige Betäubungen. In unserem Fall war es so, dass Elvis den Chip innerhalb von wenigen Minuten gesetzt bekommen hat und nicht mal einen Pieps hat verlauten lassen. Wobei die Tierärztin sagte, dass sie selten so einen tapferen und mutigen Rüden hier hatte (sehr stolzes Frauchen :-)) Den Chip gibt es sowohl in 6-monatiger Wirkung, als auch für 12 Monate. Da man diesen meist benutzt, um sozusagen vorzutesten, welche Auswirkung eine Kastration auf das Verhalten des Rüden haben wird, nimmt man in der Regel den Chip für 6 Monate. Zeigt sich hier dann eine spürbare positive Veränderung, so hat eine Kastration den gleichen Effekt.

Wie wirkt der Chip?
Der Chip enthält den Wirkstoff „Deslorelin“, welcher einem körpereigenen Hormon ähnelt. Nachdem der Chip eingesetzt wurde, gibt dieser regelmäßig in kleinen Mengen den Wirkstoff ab und signalisiert so, dass ausreichend Geschlechtshormone vorhanden sind. Dies führt wiederum dazu, dass die Hoden die Produktion von Geschlechtshormonen einstellen. Es werden ohne diese Geschlechtshormone auch keine Spermien erzeugt und somit ist der Rüde vorübergehend zeugungsunfähig.

Unsere Erfahrungen nach 4 Wochen
Vorab muss gesagt sein, dass in den ersten 1-3 Wochen eine Erstverschlimmerung eintreten kann, aber nicht muss. Natürlich ist sie bei uns eingetreten und das bisherige oben beschriebene Verhalten war nun verstärkt vorhanden. In der Regel sollten die ersten Verbesserungen in Woche 5-6 sichtbar sein. Bis heute muss ich zugeben, merken wir noch fast gar nichts. Elvis war in den letzten Wochen weiterhin sehr gestresst und hatte dadurch auch mit Übersäuerung zu kämpfen, was sich bei ihm immer durch zu häufiges Grasfressen und Juckreiz bemerkbar macht. Draußen zeigt er das gleiche Verhalten wie immer in dieser Situation, der Kopf fest am Boden, nur am schnüffeln/schlecken und das in einer Marathon-Geschwindigkeit. An Übungen oder sonstiges Training ist aktuell nicht zu denken. Auch das Stresshecheln war noch deutlich zu spüren und geweint hat er in den letzten Wochen auch noch.

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Aber!
Wir müssen noch etwas geduldig sein, denn schließlich ist ja erst Woche 4. Und ich habe wirklich Hoffnung, dass es besser wird. Was mir seit gestern aufgefallen ist, ist, dass Elvis drinnen deutlich entspannter ist. Er schläft wieder durch, ohne mich nachts zu wecken, er ist aufmerksamer und ich erkenne auch an seinen Augen und seinem Appetit, dass der Stress etwas nachgelassen hat. Ebenso ist der Juckreiz nicht mehr so stark, wie zuvor. Von daher sind wir guter Dinge, dass die Wirkung in den nächsten Wochen eintritt und der Stress für Elvis endlich ein Ende hat oder zumindest besser wird. Ansonsten hat sich sein Verhalten bisher nicht verändert.

Wir werden Euch weiterhin auf dem Laufenden halten und in ca. 4 Wochen einen erneuten Erfahrungsbericht schreiben, ob und was sich verändert hat.

Herzliche Grüße
Kristin

 

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

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