Veröffentlicht in Gesundheit

Zähne putzen mit der Emmi-Pet: Unser Erfahrungsbericht

Seit fast 3 Monaten sind wir in Besitz der Emmi-Pet, einer Ultraschall-Zahnbürste für Hunde, die völlig geräuschlos die Zähne reinigen und den Zahnstein entfernen soll. Da Elvis leider sehr zu Zahnstein neigt und wir schon so ziemlich jedes Mittel probiert haben, waren wir neugierig und wollten nichts unversucht lassen. Denn der Gedanke, den Zahnstein beim Tierarzt unter Vollnarkose entfernen zu lassen, versetzt uns in Angst und Bange. Ob uns die Emmi-Pet weitergeholfen hat und wie zufrieden wir bisher damit sind, erfährt ihr in folgendem Beitrag.

Elvis & der Zahnstein
Ein Thema, was uns leider schon von Beginn an verfolgt. Elvis ist recht faul, was kauen angeht. So ist es bei ihm eher eine Seltenheit, wenn er sich mal länger als 10 Minuten mit einem Kauknochen verweilt. Generell bevorzugt er lieber Futter und Leckereien die weich sind, was nicht gerade förderlich für den Zahnstein ist. So haben wir uns schon recht früh mit dem Thema Zahnpflege auseinandergesetzt.

Von Pasten, über Gels bis hin zu Fingerlingen und Zahnpflegesnacks… 
Wir haben eine ganze Sammlung an Produkten zu Hause, die alle das gleiche versprechen: Die Entfernung von Zahnstein. Begonnen haben wir bereits im Welpenalter mit einer Zahncreme zum täglichen Auftragen. Das haben wir sogar eine ganze Weile beibehalten, bis ich feststellte, dass dies nicht den gewünschten Erfolg brachte. Weiter ging es mit natürlichen Futterergänzungsmitteln gegen Zahnstein. Doch das war nichts für Feinschmecker Elvis. Denn er merkte sofort, wenn Frauchen etwas untermischte, was da seiner Meinung nach nicht reingehörte. So waren die Pulverchen für uns ziemlich schnell abgeschrieben. Das Problem war unverändert. Der Zahnstein war weiterhin da und wurde auch nicht weniger, ganz im Gegenteil.

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So dachte ich, dass die gute alte Zahnbürste, den gewünschten Erfolg bringen müsste. Schnell haben wir uns dann mit einer Hundezahnbürste und passender Zahncreme ausgestattet. Doch Elvis, nach über einem Jahr herum experimentieren, an eine Zahnbürste zu gewöhnen, war gar nicht so einfach. Sobald er das Teil schon sah, war er unter dem Tisch verschwunden. Nicht gerade schön, wenn man sich vorgenommen hat, dran zu bleiben und dem Zahnstein den Kampf anzusagen. Da waren wir wirklich etwas nachlässig und nicht ganz so ehrgeizig, so dass sich das Zähneputzen mit der Zahnbürste relativ schnell von alleine wieder erledigte, aufgrund dass es A) Elvis keinen Spaß machte B) sich mühselig in den Alltag integrieren ließ.

Danach folgten dann noch diverse Zahngels und Flüssigkeiten zum Auftragen, von denen wir eins nach dem anderen ausprobiert haben, da es natürlich die einfachste Lösung gewesen wäre. Doch leider blieb auch hier der gewünschte Erfolg aus 😦

Die Stunde der Wahrheit
Bei unserem letzten Tierarztbesuch, als Elvis seinen Hormonchip gesetzt bekommen hatte, wurde auch seine Zähnchen kontrolliert. Leider war die Tierärztin nicht ganz so begeistert von Zustand seiner Zähne. Denn für sein Alter von knapp 3 Jahren hat er doch recht viel Zahnstein. Nachdem ich ihr berichtete, was wir schon alles versucht hatten und wie mühselig das Thema für uns ist, sagte Sie: „Da können Sie putzen und schmieren was Sie wollen, in diesem Zustand bekommen Sie den Zahnstein bei Elvis nicht mehr weg. Da hilft nur eine professionelle Zahnreinigung unter Vollnarkose.“
Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, da ich doch recht optimistisch war, dass wir es noch so wegbekommen würden.

Doch Frauchen wäre nicht Frauchen, wenn…
Alleine der Gedanke daran, Elvis wegen diesem blöden Zahnstein in Vollnarkose legen zu lassen, machte mich so sauer, dass mein Ehrgeiz geweckt war und ich nochmal erneut zu recherchieren anfing. So wurde ich dann auf die Emmi-Pet aufmerksam, einer Ultraschall-Zahnbürste für Hunde. Ich selbst nutze die Emmi-Dent für den Mensch schon seit Jahren und mit den Ergebnissen und der schonenden Zahnpflege sehr zufrieden.
Der Preis von knapp 200 Euro schreckt im ersten Moment ab. Doch wenn ich zusammenrechne, was ich bereits alles für die ganzen Mittelchen ausgegeben habe und was eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt kosten würde, dann rechnet sich der Versuch , die Emmi-Pet auszuprobieren, allemal. Und da wir nichts unversucht lassen und große Fans davon sind, Probleme, wenn möglich selbst zu lösen, zog die Emmi-Pet recht schnell bei uns ein.

Die Emmi-Pet: Ultraschallpflege
Im Vergleich zur Emmi-Dent, ist die Emmi-Pet völlig geräuschlos, was es natürlich wesentlich angenehmer für unsere Vierbeiner macht. Jedoch stand ich auch hier wieder erneut vor der Herausforderung, Elvis mit der Emmi-Pet vertraut zu machen, ohne das er beim Anblick direkt unter dem Tisch verschwand. Gar nicht so einfach, da Elvis sehr sehr clever ist. Da meine Idee war, es in unser tägliches Pflegeritual am Morgen mit aufzunehmen, habe ich die Emmi-Pets anfangs einfach nur neben uns gestellt, während wir das Fell pflegten und die Augen säuberten. Dabei gab es ab und an ein Leckerchen, ohne der Zahnbürste große Beachtung zu schenken. Weiter machte ich, in dem ich diese während des Kämmens mal in die Hand nahm und ihn daran schnuppern ließ. Immer in Verknüpfung mit einer Belohnung. Im zweiten Schritt habe ich angefangen, die Zahnbürste anzuschalten (was vom Geräusch keiner Unterschied machte) und an Elvis Brust zu halten. So habe ich mich Tag für Tag weiter nach oben geschafft, so dass er zumindest mal vertraut damit wurde.

Tipps zur Anwendung
Nachdem ich Elvis langsam daran gewöhnt hatte, haben wir mit der ersten Pflegeeinheit gestartet. Neben der Emmi-Pet Zahnbürste, benötigt man auch die Zahncreme. Ebenso stellen wir immer ein Schälchen Wasser neben uns, um die Zahnbürste zwischenzeitlich immer wieder ins Wasser einzutauchen. Erstmal haben wir uns die Zähne vorgenommen, die am Meisten Zahnstein hatten. Dies waren vor allem die oberen Eckzähne. Wir haben mit wenigen Sekunden gestartet, immer wieder Pausen gemacht und mit viel Leckerli belohnt. Die Putzeinheiten steigerten wir dann von Tag zu Tag, so dass wir nach knapp 3 Monaten mittlerweile 15 Sekunden pro Zahn verwenden. Wenn ich merke, dass Elvis keine Lust mehr hat oder sich weigert, unterbreche ich die Einheit und lasse sie immer positiv enden, indem er ein Leckerli erhält.

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Das Ergebnis

Es freut mich total, dass wir so konsequent sind. Denn der Satz beim Tierarzt Mitte Juni ist noch in bester Erinnerung. Das motiviert mich jeden Tag dran zu bleiben. Denn seit wir die Emmi-Pet haben, ist noch kein Tag vergangen, an dem wir diese nicht genutzt haben. Elvis akzeptiert sie und hat verstanden, dass es zur Pflege am Morgen mit dazugehört und für ihn nichts unangenehmes bedeutet. Dafür braucht man aber etwas Geduld und Einfühlungsvermögen – sonst kann das Ganze auch schnell nach hinten losgehen. Er liebt es natürlich nicht und findet es weiterhin doof, aber er lässt es sich super machen und hat keine Angst, da er mir vertraut.

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Wie ich finde haben wir bisher auch schon ein sehr gutes Ergebnis erzielt, der Zahnstein ist zwar noch lange nicht ganz weg, aber man kann dabei zuschauen, wie es besser wird. so einen Erfolg hatten wir zuvor noch bei keiner anderen Methode. Man kann bei jedem Zahn zuschauen, wie er sich nach mehrmaliger Anwendung verändert. Beim einen dauert es länger, beim anderen weniger. Insgesamt sind die Zähne auch deutlich heller geworden.

Jetzt heißt es weiter dranbleiben!
Da wir schon so tolle Ergebnisse haben, fällt es auch nicht schwer, weiter dran zu bleiben. Denn natürlich wollen wir den Zahnstein ganz wegbekommen und beim nächsten Tierarztbesuch stolz zeigen, dass wir keine Zahnreinigung mehr benötigen.

Wir halten Euch gerne weiter auf dem Laufenden, wie das Ergebnis in weiteren 3 Monaten aussieht. Wir sind optimistisch 🙂

Nun sind wir gespannt: Was macht ihr, um den Zahnstein fernzuhalten? Habt ihr besondere Methoden, die bei Eurem Vierbeiner gut helfen? Wir freuen uns über Eure Rückmeldung.

Herzliche Grüße
Frauchen & Liebling

 

Autor:

Ich bin Kristin, 28 Jahre alt und habe einen kleinen Havaneserrüden namens Elvis. Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin in der Forschung. In meiner Freizeit dreht sich alles um den Vierbeiner, wie ihr hier auf unserem Blog nachlesen könnt :-)

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